Meine Grundüberzeugungen

Menschenbild und Pferdebild

Warum ich hinter jedem Verhalten zuerst nach dem Grund frage.

Ich glaube, dass jedes Lebewesen versucht, sein Bestes zu geben.

Ich glaube nicht, dass Pferde morgens aufstehen und überlegen, wie sie ihren Menschen ärgern können. Genauso wenig glaube ich, dass Menschen absichtlich unfair mit ihren Pferden umgehen.

Die meisten tun das, was ihnen in diesem Moment aufgrund ihrer Erfahrungen, ihres Wissens und ihrer Möglichkeiten sinnvoll erscheint.

Deshalb interessieren mich keine Schuldfragen.

Mich interessiert, warum etwas passiert.

Verhalten erzählt immer eine Geschichte

Ich glaube, dass Verhalten immer eine Geschichte erzählt.

Verhalten entsteht nie zufällig.

Es ist das Ergebnis aus körperlichen Möglichkeiten, Emotionen, Erfahrungen, Bedürfnissen und der aktuellen Situation.

Wer nur das Verhalten verändern möchte, übersieht oft die eigentliche Ursache.

Deshalb frage ich immer zuerst: Warum macht dieses Verhalten für dieses Pferd gerade Sinn?

Lernen braucht Sicherheit

Ich glaube, dass Lernen Sicherheit braucht.

Ein Gehirn, das ums Überleben kämpft, kann nicht gleichzeitig lernen.

Deshalb beginne ich niemals mit der Frage: Wie bekomme ich das Pferd dazu? Sondern: Was braucht dieses Pferd, damit Lernen überhaupt möglich wird?

Verständnis wirkt nachhaltiger als Kontrolle

Ich glaube, dass Verständnis nachhaltiger ist als Kontrolle.

Kontrolle funktioniert oft kurzfristig.

Verständnis verändert dauerhaft.

Ein Pferd, das verstanden hat, warum eine Aufgabe sinnvoll ist und wie es sie lösen kann, braucht immer weniger Kontrolle durch den Menschen.

Deshalb möchte ich keine möglichst gehorsamen Pferde ausbilden. Ich möchte selbstständig denkende Pferde ausbilden.

Der Körper darf nie ignoriert werden

Ich glaube, dass der Körper niemals ignoriert werden darf.

Ein Körper, der Schmerzen hat, ausweicht oder sich schützt, beeinflusst jede Bewegung und jedes Verhalten.

Deshalb trenne ich Körper und Verhalten nie voneinander. Wer nur am Verhalten arbeitet, arbeitet oft am Symptom.

Gute Ausbildung schafft Freiheit

Ich glaube, dass gute Ausbildung Freiheit schafft.

Jede Ausbildung schränkt zunächst ein. Sie stellt Regeln auf. Sie fordert Wiederholungen. Sie verlangt Konzentration.

Das Ziel darf aber niemals sein, das Pferd dauerhaft von Hilfen abhängig zu machen.

Eine gute Ausbildung führt immer zu mehr Eigenständigkeit. Zu mehr Selbsthaltung. Zu mehr Balance. Zu mehr Freiheit.

Verantwortung beginnt beim Menschen

Ich glaube, dass Verantwortung beim Menschen beginnt.

Das Pferd lebt in einer Welt, die wir für es geschaffen haben. Wir entscheiden über Haltung, Fütterung, Bewegung, Ausrüstung und Training.

Deshalb trägt der Mensch immer die größere Verantwortung. Nicht weil er wichtiger wäre. Sondern weil er die größere Entscheidungsfreiheit besitzt.

Gute Führung wird leise

Ich glaube, dass gute Führung leise wird.

Am Anfang braucht jedes Pferd mehr Unterstützung. Mit zunehmendem Verständnis werden die Hilfen kleiner.

Je besser Kommunikation funktioniert, desto weniger muss der Mensch eingreifen.

Das Schönste am Training ist für mich deshalb der Moment, in dem ich immer weniger tun muss.

Fairness braucht Wissen

Ich glaube, dass Fairness Wissen braucht.

Viele Menschen möchten fair mit ihrem Pferd umgehen. Das allein reicht aber nicht.

Fairness entsteht erst dann, wenn wir verstehen, welche Folgen unser Handeln für Körper und Psyche des Pferdes hat.

Deshalb gehört Wissen für mich zur Verantwortung.

Jedes Pferd hat ein Recht auf Verständnis

Ich glaube, dass jedes Pferd ein Recht auf Verständnis hat.

Nicht jedes Verhalten muss akzeptiert werden. Aber jedes Verhalten verdient es, verstanden zu werden.

Das ist für mich der Unterschied zwischen Symptombekämpfung und Ausbildung.

Der Satz, der alles verbindet

Ich glaube, dass nachhaltige Pferdeausbildung dort beginnt, wo wir aufhören, gegen das Pferd zu arbeiten, und anfangen, mit seinen körperlichen und mentalen Möglichkeiten zu arbeiten.

Was aus dieser Haltung im Training entsteht, findest du in Meine Prinzipien.

Bereit, gemeinsam zu wachsen?

Melde dich gerne für einen Kennenlerntermin. Ich freue mich auf dich und dein Pferd.

Der erste Schritt ist eine gemeinsame Bestandsaufnahme. 90 Minuten, in denen wir uns dein Pferd und eure Situation anschauen und den nächsten sinnvollen Schritt klären. 90 €.

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